Ich will Blut sehen …

… aber nicht in meinem Arbeitsalltag. Und nicht, wenn ich Ersthelfer spielen muss. Und schon gar nicht, wenn wir – wie eigentlich immer – personell unterbesetzt sind. Aber das sich die Ersatzdame für meine gute Perle, meine rechte Hand wenn man es so sagen mag, dann noch ein Stück der Fingerkuppe entfernen mußte – nein, ich bin stolz auf mich. ich war äußerlich die Ruhe selbst.

So eine Fingerkuppe ist immer eine lästige Sache, laufen dort doch die Blutgefässe zusammen und enden in feinen Kapillaren, die, wenn sie angeschnitten wurden, eine Ewigkeit brauchen, um sich wieder zu verschließen geschweige denn zu verheilen. Die Folge ist ein steter Blutstrom, durch Pflaster schon gar nicht zu stoppen, lustig mit ein, zwei Binden umwickelt und natürlich lästerlich kommentiert.

Der Kommentar des Chefs natürlich auch entsprechend anmaßend, warum ich meine Untergebenen, unterjochten und Unterplatzierten denn so quälen würde, dass die sich freiwillig in die Finger säbeln? Trocken wie immer meine Antwort: Wenn es wirklich an mir läge, dann hätten die sich freiwillig beide Hände abgehackt…

* * *

Nutte geht mittlerweile unter die Freigänger. Natürlich nur bis zum Netz, dass nun nach 1 Jahr endlich hängt. Aber zumindest darf Madame nun Frischluft schnuppern. Und was macht die kleine neugierige und ängstliche Ziege? Bleibt an der Balkontür sitzen und guckt nur verdattert, kann die neu gefundene Freiheit gar nicht glauben, die knapp 2 qm mehr Platz in ihrem Leben …

Immer noch Tag 14 von 20 … immer noch grausam.

 

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