WM – Wahnsinn, letzte Runde

Hat hier jemand Schlagfertigkeit bestellt? Hätte ich, aber nur in körperlicher Form. So waren meine morgendlichen Gedanken in den ersten Stunden des schlaflosen Wahnsinns. Dann überkam mich doch noch die Muse, küßte mich, wurde von mir weggetreten, hat aber dennoch etwas hinterlassen:

Traumatisiert

Dunkelheit. Überall nur Dunkelheit. Dunkel ist die Sicht, dunkel sind die Gedanken, dunkle Töne hämmern an mein Ohr, bitten um Einlass. Verschließen kann ich mich dem nicht, so malträtiert der dumpfe Knall, immer und immer wiederkehrend mein Bewusstsein. Zudem durchhuschen blinkende Irrlichter immer wieder mein Bewusstsein, gefolgt von der stets wiederkehrenden Dunkelheit. Ich möchte mich wehren, doch ich kann es nicht? Teilnahmslos liege ich da, lausche in die Dunkelheit und versuche die Geräusche einzuordnen. Ich liege? Doch warum liege ich und kann mich nicht bewegen? Und warum ist um mich herum nur diese gnadenlose Dunkelheit?

Mühsam versucht mein Gehirn,  schwach und widerwillig, der massiven Eindrücke Herr zu werden. Doch es will einfach nicht gelingen, und immer noch dröhnt dieses dumpfe Geräusch in meinem Kopf. Langsam, ganz langsam hebe ich die Arme und versuche die Dunkelheit wegzuschieben, schwächelnd den immer wiederkehrenden Knall abzuwehren. Doch immer wieder und wieder hallt die dumpfe Explosion durch meinen Kopf. In einer verzweifelten Anstrengung drücke ich mir das Kissen über den Kopf und hoffe, damit die Geräusche abzuwehren.

Halt, Stop, Kissen?  Mit einem Mal bin ich schlagartig wach und versuche mich zu orientieren,  öffne die Augen. Die Dunkelheit weicht einem grellen Lichtblitz, begleitet von einer erneuten dumpfen Explosion. Langsam kommt auch mein Denkapparat wieder auf Touren und ich erkenne die Umgebung um mich herum wieder. Mein Bett, in dem ich liege, schweißgebadet.

Und langsam kommt auch die Erkenntnis,  woher die grellen und dumpfen Lichtexplosionen rühren – Weltmeisterschaft,  Fussball – der grauenvolle Wahnsinn. Und der kurze Blick auf die Uhr bestätigt die Vermutung, Deutschland hat ein Tor geschossen oder gewonnen, eines auf jeden Fall. Verflucht noch eins, hat mich dieser Trouble mit einem Alptraum aufwachen lassen?

Einem Alptraum des Eingesperrt-Seins, der gnadenlosen Dunkelheit  um mich herum, der ich wehrlos gegenüber stehe? Verzweifelt der Gang in die Küche, um mit einem Kaffee den Tag ungewollt so früh zu beginnen, mit den düsteren Gedanken des Morgens,  die einfach nicht mehr weichen wollen…

* * *

So, und dann endlich, nach dem der „Schnellstarter“ soweit sogar gelungen ist, den Metansatz fertiggestellt. Nun heißt es warten, warten, warten. Natürlich, ich kann nciht anders, leicht vom Rezet abweichend, variiert nach eigenem Gutdünken. Ich bin total gespannt, ob das was wird. Prost’n!

* * *

Tag 11 von 20 – Halbzeit ist überstanden

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