Wochenendliches Disaster

„Nihil novi sub sole“ – Nichts neues unter der Sonne. Das Spiel ist ja nun bekannt. Samstag morgen, 4 Uhr und meinereiner liegt hellwach im Bett. Na dann, guten Tag auch. Noch jemand wach? Schön fur euch, dass ihr ausschlafen könnt. Seelischer Druck – der arbeitstäglich ist im Moment ausgesetzt. Überhaupt, trotz fehlendem Streß so fertig zu sein, dass man 19 Uhr einpennt und dafür morgens so früh wach ist. Geht gfar nicht. Geht wohl. Nur muss nicht sein.

Dafür war mal Zeit, sich mit anderen Bloggern und deren Machwerken auseinanderzusetzen < schönes Wort. Rund die Hälfte teilt Kochrezepte der der Welt mit, welches Beauty-Erlebnis-Cremchen besonders ist, Buchrezensionen oder dergleichen mehr. Film X, Musik Y, Urlaub Z, Buch hier, Foto da. Und jetzt werd ich wieder wie ich bin: Leier, leier, leier. Uninteressantes Geschwafel. Kaum jemand schaft es, dem gedanklichen Chaos einen Freiraum zu gönnen, was mal interessant wäre, in die Mentalität anderer zumindest beim Lesen etwas einzusteigen. Ich möchte etwas über die Leute lesen, über sich und nicht über die Hautfaltemcreme, die so supertoll ist.

Blog heißt doch nichts anderes als Logbuch, Tagebuch, Journal. Weblog … Und nicht Werbeplattform für irgendeinen mysteriösen Lippenstift. Aber so sind wir Menschen. Es bewegt das Materielle, womit andere zu beeindrucken sind, oder was selbst beeindruckt. Es zählt nicht mehr das glücklose Experiment des einen Gottes, am 6. Tage seiner schaffenden Schöpfung. Es zählt nur noch, wie Mensch andere beindrucken kann und welche Mittel und Wege dazu genutzt werden.

Man klicke mal rechts unten auf Bloggeramt oder Blogconnect. Und wühle sich für eine Viertelstunde durch die „angesagten“ Blogs. Es ist doch nur grausam, oder? Tomaten-Paprika-Krüstchen aus der Flasche. Doch halt, den Hintergrund habe ich erfahren. Warum muß ich denn dann aber der Welt unbedingt noch mehr (Schleich-)Werbung aufzwingen wollen? Gut, es mag ein sinnvoller Artikel sein, aber dennoch.

Interessanter ist dafür ein anderer Blog, genannt die Nachdenkseiten. Wenn man es mag, darüber nachzudenken oder Wissenswertes zu erfahren, dann gibt es Hintergründe über Politik, Kultur und Medien. Hintergrundwissen. Ob es immer so richtig sein mag oder wer und wie auch immer recheriert, interessant ist es allemal. So, und jetzt schleichen wir auch mal Werbung – mit der „Hymne“ von Gothminister, genannt „Utopia“, erträgt sich das noch viel besser. Natürlich dem nuttigen Gejaule im Hintergrund und dem epischen Kaffee in de rNebenhand, während die Haupthand das Räucherwerk hält. Und damit ist der Startschuss gefallen, für eine Stunde ausführlichen Gemetzels in der virtuellen Welt von Azeroth. Mahlzeit!

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