Morgenstund und so

Weckergebimmel, Geläute … Faszinierend, je früher das Gebimmel bimmelt, desto eher höre ich das in meinem todesähnlichem Schlaf. Extrem wichtig und doch meist gehasst. Während Nutte das überhaupt nicht tangiert. Lieg ich im Bett, kuschelt sich das Ding ran, sitze ich dann beim Nuttenfrühstück (Nikotin, Koffein, Aspirin), tobt die Kaiserin durch die Hütte und spielt. Ja ne is klar. Katze möchte man sein. Tagsüber schlafen und nachtens randalieren. Ich brauch doch nen Job als Nachtportier.

Aber ich muss schon sagen, dass ich enttäuscht bin von der Göttin der Nacht. Während sie früher jede Dose Leckerlis in Rekordzeit geknackt hat, lag sie diesen Morgen noch bearbeitet, aber geschlossen auf dem Boden. Wie kann auch der Dosenöffner nur wagen, sie nicht zu öffnen. Angestellte sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Nutte, das kann ich nur bestätigen – aus Sicht eines solchen.

Für mich eine neue Musikrichtung entdeckt. Nachtblut. Extrem gruftig, extrem aggressiv beruhigend. Muss ich mal zur Arbeit mitnehmen, dürfte für einigen Unmut sorgen im Zickengeschwader. Apropos Arbeit: Superschlaue Gäste meinen, mir sagen zu müssen, was wo rein gehört. Ähm, bitte? Wer ist der ausgebildete Koch, ich oder die? Ich latsch auch nicht in deren Büro und sage: die Berechnung so ist falsch, da muss eine andere Formel angewandt werden. Müßte ich glatt mal durchziehen, damit die merken, was die für eine Scheisse abziehen. Aber so sind wir Deutschen, über Nichtigkeiten meckern was das Zeug hält, aber wichtige Dinge, dafür ist die Birne zu hohl.

Von daher auch nicht verwunderlich, was mir in Pausen so durch den Kopf wandert:

Soll der Wahnsinn niemals enden,
müsst ihr meine Kraft verschwenden?
Die Kraft, den Wahnsinn zu ertragen,
Missgunst und die and’ren Plagen.
(ich)
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