Gedöns, Gedöns, Gedöns …

Nunja, ich kann ja nicht erwarten und habe es auch nicht, dass meinen auf Fratzenbuch geposteten Blogeintrag alle gelesen haben, ergo erschienen schon die ersten Gratulanten kurz nach Mitternacht auf dem Plan und haben mir zu meinem Leben gratuliert. Was gibt es da zu gratulieren? Nunja, auch entgegen meiner Überzeugung werde ich mich dann auch artig bedanken für etwas, was ich nicht wollte. Ich hoffe nur, dass ich den restlichen Tag davon verschont bleibe…

Geburtstagsfeiern sind Begräbnisse auf Raten unter Beteiligung des Verstorbenen zu dessen Lebzeiten.

(© Gerald Dunkl (*1959), österreichischer Psychologe und Aphoristiker)

Ganz in mich gekehrt, von der Arbeit mal abgesehen, werde ich diesen Tag begehen. Über die letzten 37 Jahre nachdenken und über das, was ich erreicht hatte und welche Ziele meilenweit verfehlt wurden. Und ganz in diesem Sinne, nicht nur deswegen, es kam von alleine, ist mein musikalischer Geschmack heute auch etwas ruhiger – und was gibt es da dann besseres als Goethes Erben?

Zumindest habe ich dann auch mal geschafft das abzulassen, worüber ich immer schon mal pöbeln wollte. Natürlich im Blog.

* * *

Natürlich konnte ich mich nicht erfolgreich drücken. Aber ich hab es versucht. Und tapfer alles ertragen, was mir aufgetischt wurde. Aber Telefone ignorieren, da hab ich schon Übung drin. Und funktioniert immer noch gut. Auf welche Ideen die Leute so kommen, wenn man nicht reagiert, hihi. Hat meine Mutter es doch tatsächlich geschafft, mir eine MMS zu schicken. Wow. Dabei sind die doch schon seit ewigen Zeiten „out“ …

Und was macht man, wenn man alles ignoriert? Man übt weiter alte Schriften. Das Schreiben ist eine Sache, dass dann auch noch lesen können, eine andere. Nachdem das Alphabet hoch und runter gekritzelt wurde und dann tatsächlich die ersten Wörter ausprobiert, so stellt man fest, wenn nicht voran die lateinische Version hingeschrieben stehen würde, man das Geschmiere gar ned mehr lesen kann …

Und auf Wunsch einer einzelnen Dame, das Ergebnis der alten „Offenbacher“ Schrift nun auch etwas größer:

Oldenburger

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